SPD vor Ort bei Rot-Weiss Rüggeberg

Veröffentlicht am 15.08.2018 in Ortsverein

Im Rahmen der Reihe „SPD vor Ort“ informierten sich Mitglieder und Verantwortliche des SPD-Ortsvereins Ennepetal m 09.08.2018 über die aktuelle Situation rund um den Sportplatz in Rüggeberg.

Die Westfalenpost berichtete am 15.08.2018 über die Veranstaltung:

Kompromiss für Kleinspielfeld in Rüggeberg

Bei „SPD vor Ort“ erläutert RW-Vorsitzender Knüppel die Lösung. Politiker informieren sich über Verein

von Hartmut Breyer

Ennepetal. Fast drei Jahre nach Fertigstellung könnte das kleine Kunstrasenspielfeld am Rüggeberger Sportplatz bald regulär genutzt werden - wenn auch nur eingeschränkt. Beim Termin „SPD vor Ort“, bei dem die Sozialdemokraten dem Verein Rot-Weiss Rüggeberg einen Besuch abstatteten, erläuterte der Vereinsvorsitzende Jens Knüppel, dass man einen Kompromiss gefunden habe. 

Demnach kann die Jugendabteilung des Vereins an drei Tagen in der Woche von 15 bis 19 Uhr mit Kindern bis 14 Jahre das kleine Spielfeld ohne Tore nutzen. Ein Zaun ist um die Fläche herum zu installieren, zudem muss ein Ballfangnetz zu den benachbarten Grundstücken hin errichtet werden. Voraussetzung für das Inkraftreten der Lösung ist, dass die unmittelbar betroffenen Anlieger - jeweils drei an der Severinghauser Straße und an der Herminghauser Straße - eine entsprechende Erklärung unterzeichnen. Jens Knüppel geht nach Gesprächen mit den Betreffenden davon aus, dass die Unterschriften bald vorliegen werden. „Es ist wichtig, dass der Verein so für Kinder attraktiv bleibt“, erklärt der Vorsitzende. Sonst kommt das Argument: „Ach, die haben ja nur den Rasen, der ist ja oft nicht bespielbar.“

Das Kunstrasenspielfeld war im Herbst 2015 von den Stadtbetrieben angelegt worden, um dem Verein zumindest eine kleine Ausweichfläche zu bieten, wenn der Rasenplatz nicht bespielbar ist. Doch nach Anwohnerbeschwerden wegen des Lärms, der von dem kleinen Platz ausging, stellte sich heraus, dass es für die Neuanlage einer Baugenehmigung bedurft hätte. Zwischenzeitlich wurde sogar befürchtet, dass es auch zeitliche Einchränkungen für die gesamte Sportanlage geben könnte. Nach einer Anwohnerklage gegen die von der Stadt erteilte Baugenehmigung machte der Richter des Verwaltungsgerichts bei einem Ortstermin deutlich, dass der kleine Platz aus Lärmschutzgründen nicht betrieben werden dürfe. Die Stadt zog ihre Baugenehmigung daraufhin zurück, der Platz blieb gesperrt. Nun könnte die Geschichte zu einem für alle Parteien akzeptablen Abschluss kommen. Das Verhältnis zu den Nachbarn sei mittlerweile auch wieder okay, wie Jens Knüppel berichtete.

Zu Beginn des Besuchs der SPD-Vertreter, zu denen auch Giuseppe Bianco gehörte, der zugleich im Vorstand von Rot-Weiss Rüggeberg aktiv ist, hatte Jens Knüppel auf den Rasen hingewiesen, das „Herzstück, um das sich alles dreht.“ Der Paltz sei in einem wunderbaren Zustand, allerdings habe man viel Geld aufwenden müssen, so Knüppel. Die Bewässerungsanlage habe täglich laufen müssen. Die Sommerpause wurde auch wieder genutzt, um den Rasen, der von den Senioren-, Altherren- und Jugendmannschaften sowie dem CVJM Rüggeberg genutzt wird, gründlich aufbereiten zu lassen. Allein dafür haben man etwa 6.000 Euro aufgewendet.

Aktuell etwa 200 Mitglieder
“Wir blicken als Verein auf ein Jahr zurück, in dem sich viel Positives bewegt hat“, betonte Jens Knüppel. Es sei wichtig für die Mitglieder, zu sehen, dass sich etwas tut. Etwa 200 Mitglieder habe Rot-Weiss Rüggeberg aktuell, berichtete Heinz Ehmann. Neben den zahlenmäßig starken alten Herren, die zwei Mannschaften stellen können, sind die 1. und 2. Mannschaft aktiv. In der Jugend ist eine F-Jugend gemeldet. „Wir wollen nach den Ferien aber auf Grundschule und Kiundergarten zugehen, um noch weitere Kinder zu gewinnen“, so Knüppel. Ziel sei, Minikicker und spätestens zum Jahreswechsel eine E-Jugend zu haben, die trainieren und gegebenenfalls Freundschaftsspiele absolvieren kann. Das sei wichtig, um für die Spieler der aktuellen F-Jugend eine Folgemannschaft bieten zu können. Grundsätzlich sei für den Verein das geringere Problem, Kinder an den Start zu bekommen. Momentan gehe die Kinderzahl im Dorf auch nach oben. Die Jugendlichen für C-, B- oder A-Jugend zu halten, sei aber schwierig. Zudem sei es nicht einfach, Übungsleiter zu gewinnen.

Christian Zink, der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Ennepetal, betonte zum Abschluss, dass der Rat bemüht sei, viel für Vereine zu tun. Auch habe man sich trotz der Sparzwänge für die Erhaltung aller Sportplätze eingesetzt, da sie eine wichtige Funktion für die Ortsteile hätten. Vereine würden unendlich viel soziale Arbeit leisten, so Zink. „Wir sind eine tolle Stadt, wir haben tolle Vereine. Das wollen wir nicht kaputt machen, sondern gucken, wie wir das erhalten können.““

(c) Westfalenpost

Anmerkung der SPD: Giuseppe Bianco ist zwar im Verein Rot-Weiss Rüggeberg aktiv, nicht jedoch wie geschrieben Mitglied im Vorstand.

 

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