Christian Zink führt wieder die SPD

Veröffentlicht am 25.03.2018 in Ortsverein

Knappe Mehrheit mit zwei Simmen bei den Neuwahlen. Vier Vorstandsmitglieder ziehen nach Niederlage von Dr. Johannes Ohlemüller ihre Kandidatur zurück 

Ennepetal. Christian Zink ist wieder 1.Vorsitzender der Ennepetaler SPD. In der gut besuchten Jahreshauptversammlung im Haus Ennepetal erhielt der 55-jährige 26 Ja-Stimmen, zwei mehr als der bisherige Vorsitzende Dr. Johannes Ohlemüller. Zink ist hauptberuflich bei der Johanniter-Unfallhilfe tätig, ist Mitglied des Rates der Stadt und des Kreistages.

Dreistündige Sitzung 

Zinks Wahl löste eine Kettenreaktion aus. Die bisherige 2. Vorsitzende Dr. Petra Kappe, der Geschäftsführer Günter Koretz, der stellvertretende Kassierer Florian Budnick und die Beisitzerin Gisela Gottschadis, die alle schon zur erneuten Kandidatur auf den Wahlzetteln standen, traten nicht mehr an. Petra Kappe hatte ihre Entscheidung direkt nach der Wahl von Christian Zink begründet. „Demokratie ist für mich das höchste Gut. Aber mit der Nichtwahl von Johannes Ohlemüller fühle ich mich auch als Verliererin.“ Die gesamte Arbeit des bisherigen Vorstandes sei eine Gemeinschaftsarbeit gewesen.

Zink hatte vor zwei Jahren den Vorsitz mit einer Stimme Mehrheit bekommen, dann aber sofort und völlig überraschend das Vorsitzendenamt nicht angenommen. Der Gymnasiallehrer Johannes Ohlemüller wurde so Chef der Ennepetaler Sozialdemokraten. Christian Zink führte schon von 2008 bis 2016 den Ortsverein.

In der über dreistündigen Sitzung am Samstag wurden aus der Versammlung heraus Vorschläge für die Besetzung der weiteren Ämter gemacht. Neue Wahlzettel wurden kopiert. 2. Vorsitzender ist jetzt der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Ennepetaler Sparkasse, Oliver Teske. Er erhielt 31 Ja- und 14 Nein-Stimmen. Fünf Mitglieder enthielten sich. Kassierer ist wie bisher Christoph Lotz (48 Ja, 1 Nein. 1 Enthaltung). Neu ist der stellvertretende Kassierer Karl-Heinz Henkel (38 Ja, 7 Nein, 3 Enthaltungen). Annegret Kühnert führt jetzt die Geschäfte der SPD (ebenfalls 38 Ja, 7 Nein, 3 Enthaltungen). In Abwesenheit wurde Barbara Mittag zur stellvertretenden Geschäftsführerin gewählt (34 Ja, 9 Nein, 2 Enthaltungen). Beisitzer sind Giuseppe Bianco, Sandra Bischof, Nina Braun, Peter-Thomas Götz, Doris Günther, Anita Schöneberg, Niko Schöneberg und Reinhard Weidner. Nach der Wahl erklärte der neue Vorsitzende Christian Zink, die Partei im Team führen zu wollen.Vor dem Wahlakt hörten die Mitglieder durchaus positive Berichte. Wie Dr. Johannes Ohlemüller sagte, bereite Annegret Kühnert die Gründung der „Arbeitsgemeinschaft 60+“ vor und Janine Schulz kümmere sich engagiert um die Neugründung der Nachwuchsorganisation Jusos. Ohlemüller sprach von erfolgreich durchgeführten Veranstaltungen wie „Ennepetal Morgen“. Sie sei bereits ein Markenzeichen. Zauberworte zur Erneuerung der SPD seien Transparenz, Klarheit, Eindeutigkeit, Nüchternheit, Realitätssinn und Glaubwürdigkeit. Die SPD sei die Schutzmacht derer, „die von ihrer Arbeit leben und nicht vom Reichtum ihrer Vorfahren“. Die Ortsvereine seien das „Herzstück der SPD“ „Wirklich wichtig sind uns die Menschen in Ennepetal“, sagte Ohlemüller in seinem Vorstandsbericht.Dann verkündete er noch vor der Wahl: „Das gesamte Team und ich kandidieren heute mit der einstimmigen Unterstützung des Vorstands. Ein solcher Beschluss ist mit Fug und Recht als Vertrauensbeweis zu bewerten.“ Der Ehrenvorsitzende der Ennepetaler SPD, Peter Schnurbusch, hatte zuvor plädiert, mutig die Zukunft zu planen. „Wir werden dringend gebraucht, wir benötigen einen starken Staat, in dem jeder die gleichen Chancen hat.“

Einzigartiger Chor 

Christel Gockel berichtete von den Veranstaltungen der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Voerde, Erika Drachenberg für die erkrankte Vorsitzende Ulla Schmidt von der Frauenarbeitsgemeinschaft Milspe. Oliver Gockel sprach von den Auftritten des SPD-Chors, der einzigartig in der Republik sei.

Die Versammlung leitete umsichtig der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Jörgen Steinbrink. Als Gast verfolgte der heimische Landtagsabgeordnete Hubertus Kramer die Versammlung. Schon Wochen vor der Jahresversammlung wurde kolportiert: „Das wird knapp bei der Abstimmung.“ So sollte es dann auch werden.

 

 

 

 

(c) Westfalenpost 

 

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