“Full House“ bei unserem traditionellen Winterfrühstück am 20.01.2019

Veröffentlicht am 21.01.2019 in Ortsverein

Mehr als 100 Parteimitglieder und Interessierte fanden sich ein, um zum 14. Mal mit Brötchen, Kaffee & Co ins Jahr zu starten. 
Christian Zink (Vorsitzender Ortsverein SPD Ennepetal), Olaf Schade (Landrat des Ennepe-Ruhr-Kreises), Hubertus Kramer (MdL), Volker Rauleff(Fraktionsvorsitzender SPD Ennepetal) und Janine Schulze (Vorsitzende Jusos Ennepetal) fanden in ihren Ansprachen passende Worte für einen motivierten Start ins Jahr und der SPD-Chor untermalte die Veranstaltung musikalisch. 

Foto: H. Heuer

Die Westfalenpost berichtete in ihrer Ausgabe vom 22.01.2019:

Ziel der SPD ist „eine soziale Stadt“

Ennepetaler Sozialdemokraten veranstalten ihr traditionelles Winterfrühstück. Vor etwa 100 Besuchern aktuelle kommunalpolitische Themen angesprochen

Hans-Jochem Schulte

Ennepetal. Zum 14. Male lud die Ennepetaler SPD zum Winterfrühstück ein. Im Heim der Voerder Schützen am Helkenberg begrüßte am Sonntag Ortsvereinsvorsitzender Christian Zink etwa 100 Besucher zu Gesprächen beim Frühstücksbuffet.

Mit Liedvorträgen des in diesem Jahr zehn Jahre alten SPD-Chors unter Leitung von Jürgen Schöneberg, der nach Aussage von Christian Zink der einzige Chor der SPD in Nordrhein-Westfalen ist, ging es in den Tag. Politik gab es auch. Die Erste stellvertretende Bürgermeisterin Anita Schöneberg kündigte in Sachen Erweiterung der Jacob-Kippe eine Anfrage der S
PD an die Bezirksregierung in Arnsberg an, da die Stadt Ennepetal und die Kreisverwaltung im Genehmigungsverfahren außen vor seien. Die SPD, die sich gegen eine Erweiterung der Jacob-Kippe ausspricht, will verbindlich wissen, wie der Stand der Dinge ist, „denn hier geht es um die Stadt Ennepetal“, sagte Anita Schöneberg Jusos wollen frischen Wind bringen

Zum weiteren Aufreger in der
 Stadt, zu dem geplanten Neubaugebiet auf Homberge, erklärte Christian Zink: „Bevor die SPD eine Entscheidung trifft, möchte sie auch das letzte Gutachten auf dem Tisch haben.“ Zink verhehlte nicht, dass einige Fraktionsmitglieder schon jetzt dagegen seien, dieses Gebiet zu bebauen.

In seiner Rede gab Zink das Ziel seiner Partei an: „Wir wollen eine soziale Stadt.“ Es sei beschämend, dass die „Tafel“, die Menschen mit Lebensmitteln versorgt, immer noch notwendig sei. Zu den Kindergartenbeiträgen meinte Christian Zink: „Die Beiträge in Ennepetal sind im Vergleich mit Nachbarstädten günstiger.“ Der SPD-Vorsitzende würdigte die ehrenamtlich tätigen Mitbürger, sprach von „hervorragender Arbeit“ in Vereinen und dankte der Feuerwehr und den Rettungsorganisationen. „Wir werden auch in Zukunft für die Sicherheit der Menschen in der Stadt eintreten“, erklärte Christian Zink, der auch Mitglied des Rates der Stadt und des Kreistages ist.

Die Vorsitzende der SPD-Nachwuchsorganisation „Jungsozialisten“ (Jusos), Janine Schulze, sagte in sehr persönlichen Worten, warum sie an der Gestaltung ihrer Heimatstadt Ennepetal mitwirken wolle. „Wir möchten Ennepetal auch für junge Menschen interessanter machen.“

Drei von den Jusos durchgeführten Aktionen nannte sie: den Protest gegen die Tagung von AfD-Landespolitikern im Haus Ennepetal, das Verteilen von Eis an einem heißen Tag im Sommer und das „Sichtbarwerden“ beim Stadtfest „Mittendrin“. Die Jusos möchten auch, dass Schülerinnen und Schüler die Arbeit der Kommunalpolitiker besser kennenlernen können. „Wir Jusos möchten frischen Wind in die Kommunalpolitik bringen "so Janine Schulze.

Gegen weitere Steuererhöhungen

Volker Rauleff, der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Rat der Stadt, betonte. „Wir haben keine Mehrheit und wir haben das Haushaltssicherungskonzept. Das macht unsere Arbeit schwieriger, aber es läuft nichts ohne die SPD, da die Kooperation von CDU, Grünen, FDP und Freien Wählern es nicht schafft, Mehrheiten zu bilden.“ Die SPD habe zum Beispiel den Vorschlag der Verwaltung zur weiteren Erhöhung der Grundsteuer verhindert. „Auch eine weitere Erhöhung der Gewerbesteuer ist mit uns nicht zu machen. Wir wollen nicht die Betriebe bestrafen, die bei uns Steuern bezahlen und nicht nach Wegen der Steuerersparnis suchen, zum Beispiel im

Ausland“, erklärte der Fraktionschef und ergänzte: „Das ist unsere Wirtschaftsförderung.“

Rauleff kündigte an: „Wenn das Freibad zum Naturbad umgebaut ist, müssen wir auch die Technik

des Hallenbades erneuern. Die ist marode.“ Beifall aus der Versammlung heraus gab es für den Fraktionsvorsitzenden, als er seiner Partei riet: „Wir dürfen nicht alles kaputt reden, sondern auch mal sagen: Das habt ihr gut gemacht.“ Zufall oder Regie: Als dieser Satz fiel, gingen im Schützenheim Strahler an und ein SPD-nahes Rot legte sich für einige Sekunden auf die Versammlung.

Der SPD-Chor, der traditionell mit dem Steigerlied eine Veranstaltung beginnt, hat im Repertoire auch das alte Freiheitslied „Die Gedanken sind frei“. Es erklang auch beim Winterfrühstück – zum Mitsingen.

 

 

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