PLAUDEREIEN MIT HANS HERMANN PÖPSEL

Veröffentlicht am 27.02.2020 in Arbeitsgemeinschaften

(Mittwoch, 26. Februar 2020 Haus Ennepeta)l In einer gut besuchten Veranstaltung der Ag60plus spannte der Referent, Hans Hermann Pöpsel, Vorsitzender des Arbeitskreises Stadtgeschichte, einen weiten Bogen von den Anfängen Ennepetals im hohen Mittelalter über das Entstehen der Industrie und das Werden der Arbeiterbewegung in unserer Stadt bis hinein in die Gegenwart. 

Dem Referenten wie auch den Teilnehmern waren besonders wichtig die verurteilenswerten Vorgänge um die Wahl des mit Unterstützung von CDU, FDP und der rassistischen AFD gewählten und dann rasch zurückgetretenen thüringischen Ministerpräsidenten von der FDP. Die Teilnehmer waren sich völlig einig darin, dass diese Vorgänge in unserer Region nicht vorstellbar seien.

Hier wies Pöpsel auf den Sachverhalt hin, dass Thüringen ab 1924 das Land der Weimarer Republik gewesen sei, das zum Tummelplatz der NSDAP unter Duldung bürgerlicher Parteien werden konnte. 

Rege Diskussionen wurden auch geführt um die Vorgänge der Wahl des ersten ehrenamtlichen Bürgermeisters Ennepetals, des früheren Nationalsozialisten und späteren FDP-Mannes, Dr. Fritz Textor, der 1948 bei Stimmengleichheit im Rat per Losentscheid ins Amt kam. 

Beachtung fand ebenso der Bombentod einer ganzen Schulklasse und weiterer sechs Erwachsener am 13. Februar 1945. 

Nach zwei Stunden dankte der Erste Vorsitzende der AG60plus, Dr. Johannes Ohlemüller, Hans Hermann Pöpselund den Teilnehmern für ihr Engagement und verabschiedete sie gegen 20.00 Uhr.

 

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