Vor allem Frauen profitieren von der Grundrente

Veröffentlicht am 07.03.2019 in MdB und MdL

Das Grundgesetz verpflichtet den Staat in Artikel 3, die 
Gleichberechtigung von Frauen und Männern durchzusetzen und 
Benachteiligungen zu beseitigen. Daran erinnert der heimische 
SPD-Bundestagsabgeordnete René nicht nur am heutigen (8. März
Internationalen Frauentag.
„Wir wollen Gesetze, die zeitgemäße Rollenbilder von Frauen und Männern 
unterstützen“, fordert Röspel. Auch wenn gerade die SPD in der Großen 
Koalition in den vergangenen Jahren beispielsweise mit dem Elterngeld, 
der Quote für Frauen in Führungspositionen, dem gesetzlichen Mindestlohn 
und dem Rückkehrrecht auf vorherige Arbeitszeit viel dafür getan habe, 
werden Frauen noch immer durchschnittlich schlechter bezahlt, steigen 
familienbedingt öfter und länger aus dem Job aus, steigen überwiegend in 
Teilzeit wieder in den Job ein, und das nicht selten unterhalb ihrer 
Qualifikation. Das wirke sich verheerend auf die Alterssicherung von 
Frauen aus: So bekommen Frauen am Ende ihres Erwerbslebens nur halb so 
viel Rente wie Männer, erläutert Röspel: „Unsere aktuellen Vorschläge 
für eine Grundrente gehen diese Ungleichheit an. Zu 75 Prozent werden 
Frauen davon profitieren: Vor allem Frauen, die ihre Erwerbstätigkeit 
wegen ihrer Kinder einschränken mussten und deshalb nicht ausreichend 
für ihre Alterssicherung vorsorgen konnten.“ Von der Grundrente 
profitierten auch Frauen, die jahrzehntelang zu Niedriglöhnen arbeiten 
mussten.
Gleichzeitig müsse aber weiter daran gearbeitet werden, dass Frauen über 
den gesamten Lebensverlauf hinweg die gleichen Chancen wie Männer auf 
einen gut bezahlten Job und letztlich auf eine eigenständige und 
auskömmliche Alterssicherung haben, fordert Röspel: „Es ist allerhöchste 
Zeit, dass wir die sozialen und die Gesundheitsberufe aufwerten, denn es 
ist nicht plausibel, dass eine Arbeit mit so hohen Anforderungen und so 
großer Bedeutung für die Gesellschaft so gering entlohnt wird.
Die SPD-Bundestagsfraktion wolle auch dringend etwas gegen den geringen 
Anteil von Frauen in den Parlamenten tun. Der Frauenanteil im Deutschen 
Bundestag sei 2019 mit 30,7 Prozent so niedrig wie seit knapp 20 Jahren 
nicht mehr. „Unsere Antwort darauf ist ein Paritätsgesetz. Denn schon 
bei der Quote für Führungspositionen in der Privatwirtschaft haben wir 
gesehen: Wer auf Freiwilligkeit setzt, verteilt nur weiße Salbe. Nur per 
Gesetz machen Männer Platz für Frauen, die mindestens genauso gut dafür 
geeignet sind wie sie selbst“, betont Röspel. Die ohnehin anstehende 
Wahlrechtsreform sei dafür der richtige Moment.

 

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