Hochwasser-Schadensereignisse in Ennepetal – Krisenmanagement und Erkenntnisse für die Zukunft

Veröffentlicht am 01.09.2021 in Ratsfraktion

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Ennepetal hat in einem Schreiben vom 31.08.2021 eine Sondersitzung des Stadtrates zum Thema „Hochwasser-Schadensereignisse in Ennepetal – Krisenmanagement und Erkenntnisse für die Zukunft“ beantragt.

Das Schreiben im Wortlaut:

Antrag auf eine Sondersitzung des Rates der Stadt Ennepetal zum Thema „Hochwasser-Schadensereignisse in Ennepetal – Krisenmanagement und Erkenntnisse für die Zukunft“

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,

die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Ennepetal beantragt eine Sondersitzung des Rates zum Thema „Hochwasser-Schadensereignisse in Ennepetal – Krisenmanagement und Erkenntnisse für die Zukunft“.

Begründung:
Allen wissenschaftlichen Erkenntnissen nach werden Hochwasser-Ereignisse in besonderem Maße in den nächsten Jahren und Jahrzehnten häufiger erwartet. Wir sind davon überzeugt, dass wir unsere Stadt Ennepetal im Halbkreis von drei Talsperren für die Zukunft sehr genau in den Blick nehmen müssen und mit den vielen anderen Akteuren Konzepte entwickeln müssen, um eine gute Information und Kommunikation mit schnellem Handeln zu gewährleisten. Das gibt Sicherheit für unsere Bürgerinnen und Bürger, weil Reibungsverluste vermieden werden können. Einige Punkte seien hier genannt, die betrachtet werden müssen:

• Nimmt das Niederschlagswasser-Beseitigungskonzept, das sich mit dem 100jährlichen Hochwasser (HQ100) befasst hat, mit auf, dass das „Ablassen der Talsperren“ u. U. erfolgen muss? Stichwort Talsperrenmanagement.

• War das bereits im Juli 2021 der Fall? Wie ist die Kommunikation mit der Talsperrenleitzentrale gelaufen? Beispielhaft sei hier das Interview am 16.08. gegen 8:30h mit dem Pressesprecher des Ruhrverbandes im WDR 2 genannt. Dieser berichtete im Radio, dass angesichts der hohen Pegelstände aller Talsperren des Ruhrverbandes am Dienstag, 13.07., auf Grundlage der Befüllung und Wettervorhersagen entschieden wurde, die Abflüsse der Talsperren vom Ruhrverband zu fluten, um Kapazitäten für die zu erwartenden Zuflussmengen zu erhalten, damit das Überlaufen der Talsperren vermieden bzw. reduziert wird.

• Heimische Unternehmen am Lauf unserer Flüsse, wie die Firma Alfred Thun GmbH & Co.KG wünschen sich, dass sie darüber informiert werden, wenn die Pegelstände extrem steigen, konkreter als das bisher der Fall ist.

Wir legen als SPD-Fraktion Wert darauf, dass unsere Maßnahmen zum Klima- und Hochwasserschutz ständig in der Entwicklung und Verbesserung sind. Jetzt müssen wir die Zeit nutzen, all das Geschehene für unsere Stadt zu evaluieren und zu optimieren, um den Anliegern an den Flüssen und unserer Bürgerschaft allgemein eine besseres Sicherheitsgefühl zu vermitteln.
Wir schlagen vor, alle Emails zu dem Thema, die die Stadtverwaltung erhalten hat für weitere Erkenntnisse zu nutzen und einen Aufruf zu starten mit dem Ziel, noch mehr Informationen und Einschätzungen von unmittelbar Betroffenen zu erhalten.

Mit freundlichen Grüßen


Volker Rauleff, SPD-Fraktionsvorsitzender

Anita Schöneberg, Geschäftsführung

 
 

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